„Es gibt keine“; Der deutschen Nationalmannschaft fehlt für die WM eine historische Funktion

Weltmeisterschaft

Die Europäer versuchen in Katar, ihren fünften WM-Titel zu gewinnen

Foto: Andreas Schaad/Getty Images - Gnabry und Havertz sind Deutschlands Torhoffnung
Foto: Andreas Schaad/Getty Images – Gnabry und Havertz sind Deutschlands Torhoffnung

Deutschland hatte schon immer einen herausragenden Stürmer in seiner Mannschaft. Es überrascht nicht, dass der Erzähler es leid ist, Tore von Athleten in dieser Position für europäische Mannschaften oder für die Vereine, für die sie spielen, zu schreien. Spieler wie Mario Gomez, Uwe Seeler, Oliver Bierhoff, Jürgen Klinsmann, Gerd Müller und natürlich Miroslav Klose sind dafür ganz klare Beispiele.

Die drei letztgenannten gehören nicht zufällig zu den Torschützenkönigen der WM-Geschichte. Die ewige Nummer 18, Klinsmann, liegt mit sechs Toren neben dem Ungarn Sándor Kocsis auf dem sechsten Platz. Müller ist einer der größten Stürmer aller Zeiten und belegt mit 14 Treffern den dritten Platz. Rekordhalter ist bekanntlich Miroslav Klose. Der in Polen eingebürgerte Deutsche erzielte 16 Tore, zuletzt 2014 gegen Brasilien mit 7:1.

Deutschland hat heute keinen „Handwerksstürmer“. Trainer Hans Flick stellte sich diesem Problem, um sein Team zu wappnen. Seit Klose die Selection 2014 verlassen hat, ist das ein wiederkehrendes Problem. Oliver Bierhoff selbst, mittlerweile Sportdirektor des aktuellen Vier-Weltmeisters, hat erklärt, dass es im deutschen Fußball keine Spieler mit diesen Eigenschaften gibt.

Die Deutschen spielen mit einem mobilen Trio, das aus Timo Werner von RB Leipzig, Serge Gnabry von Bayern München und dem talentierten Kai Havertz von Chelsea besteht. Obwohl wir viele gute Spieler haben, ist keiner von ihnen ein Mittelstürmer. Flick hat noch Optionen für die drei Offensivspieler von Bayern München, Jamal Musiala, Leroy Sané sowie Routinier Thomas Müller, der die Chance hat, Klose als Torschützenkönig des Pokals zu berühren, zu ziehen oder zu überholen. Der Spieler hat 10 Tore bei der Weltmeisterschaft.

Auch ohne Profispieler versuchte die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Katar zu überraschen, denn sie gehörte nicht zu den Topfavoriten auf den Penta-Gewinn. Deutschland beginnt seine WM-Kampagne am 2. November um 10 Uhr (Brasília-Zeit) gegen Japan. Neben dem asiatischen Team haben sie in der Gruppe E Costa Rica und auch Spanien, den Weltmeister von 2010, Rivalen.

Anke Krämer

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