Energiepreise sind laut Statistikern der Haupttreiber der Inflation in Deutschland


Haupttreiber der Inflation in Deutschland sind die hohen Energiepreise, ohne die das Verbraucherpreiswachstum im Juni gegenüber dem Vorjahr 4,2 Prozent betragen wird. Das hat das Statistische Bundesamt Destatis heute in seinem Abschlussbericht zur Inflationsentwicklung im Juni mitgeteilt. Die Inflationsrate verlangsamte sich im Juni von 7,9 Prozent im Mai auf 7,6 Prozent. Laut Daten, die mit der Methodik der Europäischen Union harmonisiert wurden, fiel die Jahresinflation in Deutschland im Juni von 8,7 auf 8,2 Prozent.

Hauptursache für die hohe Inflation sind nach wie vor steigende Preise für Energieprodukte. Das Neun-Euro-Ticket und der vergünstigte Sprit wirkten sich leicht dämpfend auf den Preisanstieg aus,Das teilte Georg Thiel, Leiter des Statistikamtes, heute mit.

Die Energiepreise stiegen im Juni gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent und im Mai um 38,3 Prozent. Der steigende Kraftstofftrend im Juni wurde durch eine Senkung der Mineralölsteuer gestoppt, sodass die jährliche Inflation im Juni 33,2 Prozent betrug, verglichen mit 41 Prozent im Mai. Im Gegensatz dazu stiegen die Energiepreise für Haushalte weiter, wobei die Inflation von 36,8 Prozent im Mai auf 40,7 Prozent im Juni stieg.

Die Preise für leichtes Heizöl haben sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt und sind um 108,5 Prozent gestiegen. Bei Gas lag die Inflation im Juni bei 60,7 Prozent, bei festen Brennstoffen bei 36,5 Prozent und bei Strom bei 22 Prozent. Die Energiepreise werden nicht nur durch die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine getrieben, sondern unter anderem auch durch die Kosten für die Unterstützung erneuerbarer Quellen oder Kohlendioxidemissionen.

Ohne Energie lag die Inflation im Juni bei 4,2 Prozent,“ sagte das Statistische Bundesamt. Es stellte fest, dass neben Energie auch die Lebensmittelpreise zum Inflationswachstum beitrugen. Ihre Preise für Haushalte stiegen im Juni im Jahresvergleich um 12,7 Prozent. Zum Vergleich: Im Mai waren sie im Jahresvergleich – Das jährliche Wachstum betrug 11,1 Prozent und 8,6 Prozent im April.Die bemerkenswerten Preisgewinne betreffen hauptsächlich Speisefette und -öle, wobei die jährliche Inflation im Juni auf 43,1 Prozent stieg. fügte hinzu, dass ohne Energie und Lebensmittel das jährliche Wachstum Rate der Verbraucherpreise im Juni würde 3,2 Prozent betragen.

Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im vergangenen Jahr im Jahresvergleich um 3,1 Prozent, so stark wie seit 1993 nicht mehr. Für dieses Jahr prognostiziert die Regierung ein Wachstum von 6,1 Prozent, das größte seit den 1970er Jahren. Das deutsche Ifo-Institut prognostiziert für dieses Jahr sogar eine Inflation von 6,8 Prozent.

Quelle: Reuters, TK

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Reinhilde Otto

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