Dutzende bei schlechtem Wetter in Deutschland gestorben, viele vermisst

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Nach einem schweren Unwetter in Deutschland kamen laut einem neuen Bericht der örtlichen Behörden und Rettungsdienste am Donnerstag mindestens 59 Menschen ums Leben. Viele Menschen werden vermisst. Auch Belgien und Luxemburg waren betroffen.

Bei sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen sind in Westdeutschland mindestens 59 Menschen getötet und Dutzende vermisst worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Familie des Verstorbenen ihre Unterstützung gewährt. „Ich bin am Boden zerstört über die Katastrophe, die so viele Menschen in Überschwemmungsgebieten durchmachen mussten. Meine Gedanken sind bei den Familien der Toten und Vermissten“, sagte Sprecher Steffen Seibert im Namen der Bundeskanzlerin auf Twitter.


Stromausfall

Im Bezirk werden viele Menschen vermisst. Anwohner wurden aufgefordert, Polizeivideos und Fotos zu senden, die Hinweise auf ihre vermissten Angehörigen geben könnten.

Weiter nördlich, in Nordrhein-Westfalen, kamen zwei Feuerwehrleute bei dem Einsatz ums Leben, zwei Männer ertranken in ihrem überfluteten Keller.

In dieser bevölkerungsreichsten Region Deutschlands haben 135.000 Haushalte keinen Strom. Wegen Strommangels versuchten die Behörden, knapp 500 Patienten aus dem Leverkusener Klinikum zu evakuieren.

Der Westen Deutschlands wurde von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht, die Flüsse überfluteten, Bäume umrissen, Straßen und Häuser überfluteten.

Die Hilfe versucht, die Opfer zu evakuieren, von denen viele auf den Dächern von Häusern Zuflucht gesucht haben. Aber viele Zugänge sind gesperrt, was die Bedienung erschwert.

Die Behörden forderten die Bewohner auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben und „wenn nötig nach oben zu gehen“.

Ein Disaster

„Das ist eine Katastrophe! Es gibt Tote, Vermisste und viele in Gefahr (…)“, warnte die Vorsitzende der Region Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, in einer Mitteilung auf Twitter.

Das Saarland in Mecklenburg-Vorpommern (Nordosten) wurde in Gewitteralarm versetzt.

Am Dienstag ist es Bayern, im Süden des Landes, das schwer getroffen wurde, sogar im Kreis Hof wurde wegen überfluteter Straßen eine Naturkatastrophe ausgerufen.

Die Vorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, sagte, in diesem Stück „die katastrophalen Auswirkungen des Klimas“ zu sehen.

Dieses schlechte Wetter sei ein „Aufruf zum Realismus“: „Es ist schon da, es ist bei uns“, sagte er im RTL-Sender und rief zu „dringenden Veränderungen“ auf.

Belgien und Luxemburg betroffen

Die am stärksten betroffenen Nachbarregionen Deutschlands, Belgiens und Luxemburgs waren ebenfalls von den Unwettern betroffen.

Luxemburg hat nach heftigen Regenfällen einen „Schlechtwetterplan“ vorgestellt. „Viele“ Häuser wurden im ganzen Land überflutet und „lebenswerter“ und ihre Bewohner wurden nach Angaben der Behörden evakuiert.

Belgien hat mehrere Tage lang heftige Regenfälle erlebt, die eine große Anzahl von Flüssen in der französischsprachigen Region Wallonien aus ihren Betten geholt haben und am Donnerstag zu Überschwemmungen geführt haben. Besonders betroffen waren die Provinzen Lüttich und Namur, der Badeort Spa komplett mit Wasser überschwemmt.

In der Stadt Chaudfontaine berichtete die Tageszeitung Le Soir, dass fast 1800 Menschen evakuiert werden mussten.

„Wir haben selten so starke Überschwemmungen. Um das zu wissen, müssen wir bis 1998 zurückgehen“, sagte der Bürgermeister von Chaudefontaine, Daniel Bacquelaine, im RTL-Radio.

Das Schienennetz des Landes, Infrabel, sagte, es habe am Donnerstag den Verkehr im Süden des Landes angesichts der Reiserisiken eingestellt.

Mit AFP

Adelmar Fabian

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