Die Bundesregierung wird den Verkauf ihrer Chipfabrik Elmos in Dortmund an das schwedische Unternehmen Silex, das zu 100 Prozent dem chinesischen Unternehmen Sai Microelectronics gehört, genehmigen. Das berichtet die deutsche Wirtschaftszeitung Handelsblatt unter Berufung auf Regierungskreise. Laut der Zeitung warnte der Geheimdienst vor solchen Verkäufen.
Es ist eine weitere große Entscheidung für die Bundesregierung in Bezug auf die chinesische Übernahme, und laut Handelsblatt scheint das Kabinett begierig darauf zu sein, dem Deal zuzustimmen. In den vergangenen Tagen wurde in Deutschland darüber diskutiert, dass die Regierung Chinas Staatsreederei Cosco eine Beteiligung am Hamburger Hafen ermöglichen will.
Der Verkauf von Chipfabriken werde nun vom Bundeswirtschaftsministerium geprüft, eine endgültige Entscheidung über die Zulassung des Verkaufs werde in den kommenden Wochen erwartet, schrieb das Handelsblatt. Ihm zufolge kann sich die Bundesregierung den Empfehlungen des deutschen zivilen Abschirmdienstes, des Bundesamtes für Verfassungsschutz, widersetzen. Der Zeitung zufolge untersagte er der Regierung, Verkäufe zuzulassen, und wies auf die Gefahren einer wachsenden Abhängigkeit von Chinas Halbleitermarkt hin.
Die Bundesregierung hat am Mittwoch beschlossen, der chinesischen Reederei Cosco eine Beteiligung von weniger als 25 Prozent am Hamburger Hafen zu gestatten. Damit wird das Unternehmen die Entscheidungsfindung des Betreibers des größten Frachthafens Deutschlands nicht beeinflussen. Das Unternehmen bat zunächst um einen Anteil von 35 Prozent, und die Europäische Kommission warnte davor, dass ein Zustrom chinesischer Investoren für Zwietracht in der Regierungskoalition sorgen würde. Cosco ist bereits an Terminals in den Häfen von Rotterdam und Antwerpen beteiligt

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