Deutschlands Sozialdemokraten wollen diese Woche mit Koalitionsverhandlungen beginnen

BERLIN (Reuters) – Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), die bei der Bundestagswahl am Sonntag die Konservativen von Bundeskanzlerin Angela Merkel knapp besiegt hatte, sagte am Dienstag, sie hoffe, später Gespräche mit den Grünen und der Liberaldemokratischen Partei (FDP) aufnehmen zu können. diese Woche über die Bildung einer Koalitionsregierung.

Grüne und FDP, in einigen Fragen weit auseinander, sagten, sie würden miteinander reden, um Konsensbereiche zu finden, bevor sie Verhandlungen mit der SPD oder den Konservativen aufnehmen.

SPD-Fraktionschef Rolf Muetzenich begrüßte die kleinere Zweiparteieninitiative zum Abbau der Spannungen, wolle aber noch in dieser Woche mit potenziellen Partnern über eine Dreiparteienkoalition sprechen.

„Es wäre schön, wenn sich Grüne und FDP diese Woche auch zu Sondierungsgesprächen mit uns treffen“, sagte Muetzenich dem Deutschen Rundfunk.

Olaf Scholz, der erster Kanzler der SPD seit Merkels Amtsantritt im Jahr 2005 werden könnte, hofft auf Fortschritte.

„Ich bin optimistisch. Wir werden in der Lage sein, mit Pragmatismus und der Bereitschaft zur Zusammenarbeit eine Koalition zu bilden“, sagte Scholz auf Twitter.

Sein konservativer Rivale Armin Laschet, 60, sagte, er könne immer noch versuchen, eine Regierung zu bilden, obwohl er den Blöcken der Christlich Demokratischen Union (CDU) und der CSU (CSU) das schlechteste Wahlergebnis der Geschichte lieferte.

Aber die Deutschen unterstützen keine andere konservativ orientierte Regierung: 71 Prozent lehnen Laschet ab, weil er trotz schlechter Ergebnisse versucht, Kanzler zu werden, so eine Civey-Umfrage für die Augsburger Allgemeine.

Merkel, die nicht für eine fünfte Amtszeit als Kanzlerin kandidiert, wird bei den Verhandlungen über die Koalition, die den künftigen Weg von Europas größter Volkswirtschaft bestimmen soll, in der Zwischenrolle bleiben.

Die älteste Partei Deutschlands, die SPD, erhielt 25,7 % der Stimmen, fünf Prozentpunkte mehr als bei der Bundestagswahl 2017 und mehr als 24,1 % des konservativen Blocks. Die Grünen erhielten 14,8% und die FDP 11,5% der Stimmen.

(von Emma Thomasson)

Anke Krämer

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