2016 könnte Deutschland 134 Millionen Euro (mehr als 3,6 Milliarden Kronen) für Kampfhandlungen gegen die radikale Bewegung Islamischer Staat (ISIS) ausgeben. Es folgt einem gemeinsamen Vorschlag von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Das Dokument erwähnt auch den Ort des Einsatzes, nämlich das östliche Mittelmeer, den Persischen Golf, das Rote Meer und angrenzende Gewässer.
Das Magazin Der Spiegel zitiert aus dem Dokument. Der deutsche Militäreinsatz muss nach Artikel 51 der UN-Charta durchgeführt werden. Es autorisiert die kollektive Verteidigung, wenn einer der UN-Mitgliedsstaaten angegriffen wird und bis der UN-Sicherheitsrat geeignete Maßnahmen ergreift, um den internationalen Frieden aufrechtzuerhalten. Das deutsche Mandat ist bis zum 31. Dezember 2016 befristet.
In den Vorschlägen der beiden deutschen Ministerien hieß es weiter, Berlin werde nicht nur Frankreich unterstützen, das nach den jüngsten Terroranschlägen EU-Staaten um Hilfe gebeten habe, sondern auch den Irak bzw. die von den USA geführte Koalition. Das Dokument enthält keine Einzelheiten zur Anordnung oder Koordinierung der Intervention, noch wird eine Zusammenarbeit mit Russland festgelegt.
Deutschland kann bis zu 1.200 Soldaten in den Kampf gegen den IS entsenden. Zur Unterstützung der Koalition soll das Land unter anderem Tornado-Aufklärungsflugzeuge und Schlachtfregatten zur Unterstützung des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle entsenden. Die Entscheidung muss allerdings noch von Regierung und Parlament abgesegnet werden. Laut spiegel.de muss das Kabinett dies bis Dienstag tun, danach wird sich das Parlament mit der Angelegenheit befassen. Bisher hat Berlin Luftangriffe der Koalition nur logistisch und technisch unterstützt.

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