Bahnstreiks in Deutschland: 5 Tage Fahrerstopp

Zum dritten Mal innerhalb von Wochen verschränkten deutsche Lokführer die Arme. Und das diesmal an 5 Tagen in Folge, von Donnerstag, den 02., 02:00 Uhr, bis Dienstag, den 07.07. Das teilte GDL-Gewerkschaftsvorsitzender Bund Deutscher Ingenieure Claus Weselsky mit, nachdem die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn erneut ins Stocken geraten waren.

„Wir sehen keine Möglichkeit, die Mobilisierung der Gewerkschaften zu vermeiden, wenn die Verhandlungen keine Anzeichen einer Bewegung zeigen“, sagte Weselsky auf einer Pressekonferenz. Die Deutsche Bahn bot den Lokführern eine Lohnanpassung von 3,2 % an, wie von der Gewerkschaft gefordert, aber es gab keine Einigung über den Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung festgelegt werden soll.

Der dritte Angriff vom 10. August

Dies ist der dritte Streik des Fahrers der Aktiengesellschaft seit dem 10. August letzten Jahres. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von 3,2% sowie 600 Euro „Coronavirus“-Bonus und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn ihrerseits hat eine Gehaltserhöhung von 3,2% in zwei Raten für 2022 und 2023 vorgeschlagen und eine Verlängerung der Tarifvertragslaufzeit bis Juni 2024 beantragt. Das Unternehmen erklärte sich auch bereit, die “ Coronavirus“-Prämie, gibt aber keine genaue Zahl an. Wie schon beim letzten Streik will das Unternehmen alternative Verkehrskonzepte garantieren, die einem Angebot von 25 % des Normalverkehrs auf Fernverbindungen und 40 % auf Regional- und Nahverkehrsverbindungen entsprechen.

Vorher

In Deutschland kam es zwischen 2014 und 2015 zum letzten großen sozialen Konflikt. Dann organisierte die WG über einen Zeitraum von etwa neun Monaten neun mehrtägige Streiks, um eine Reform der Vertretungsordnung zu fordern. Im Mai 2015 war die Lücke von sechs Tagen die längste in der Firmengeschichte.

Adelmar Fabian

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