„Antifaschismus spricht die neue Generation weniger an“

Ist der Faschismus eine Doktrin oder eine pragmatische Anpassung für diese Angelegenheit?

Marie-Anne Matard-Bonucci Das ist eine echte Frage. Der Historiker Emilio Gentile würde sagen, dass der Faschismus aus den Anfängen des Totalitarismus geboren wurde. Für mich neige ich dazu zu denken, dass es mit Ereignissen radikalisiert wird. Faschistische Doktrin hat einen harten Kern – Hypernationalismus, Opposition gegen Aufklärung, Demokratie, Liberalismus und Kommunismus. Aber am Anfang war es mehr eine Vision der Welt als eine Doktrin. „Unsere Lehre ist Tatsache“wiederholte Mussolini.

Faschistische Identität wird durch Aktion und Gewalt aufgebaut (während des Ersten Weltkriegs und später bei der Unterdrückung der Arbeiterbewegung). Die Theorie wird mit alter Politik gleichgesetzt. So ist, wie im Nationalsozialismus, das politische Programm weniger wichtig als bestimmte Vorstellungen von der Gesellschaft, vom Dasein und vom Menschen, die Werte wie Macht, Disziplin und Autorität verherrlichen.

So enthielt das erste Programm vom März 1919 soziale Maßnahmen, die man als links bezeichnen könnte, die im neuen Programm der Nationalen Faschistischen Partei im November 1921 aufgegeben wurden. Unter dem Einfluss des Philosophen Giovanni Gentile wurde jedoch Stück für Stück eine Doktrin aufgebaut, die was 1932 geklärt werden sollte. Es bleibt unter dem Siegel„Aktualismus“ – Denken und Handeln sind ein und dasselbe – stellt aber den Staat in den Mittelpunkt. „Alles im Staat, nichts außer Staat“nach Mussolinis Formel: ja co

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Senta Esser

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