
Der Kampf um den Titel in Deutschlands höchstem Wettbewerb dauert in diesem Jahr, anders als in vielen anderen Jahren, bis zum Saisonende. Den Gesamtsieg feierte am Ende der FC Bayern München, der auf dem Kölner Spielfeld siegte. Dortmund hingegen bestätigte seine Favoritenrolle nicht und trennte sich vor eigenem Publikum 2:2 gegen Mainz
Borussia Dortmund geht als unangefochtener Favorit auf den Titel in die Runde der letzten 34 der deutschen Bundesliga. Warum? Aus einem ganz einfachen Grund.
Die Männer von Edin Terzić gingen vom ersten Platz aus mit einem Vorsprung von zwei Punkten vor dem Zweitplatzierten Bayern in das Spiel gegen Mainz. Im Signal Iduna Park haben die Dortmunder Fußballer die klare Aufgabe, den bedingungslosen Sieg zu erringen.
Doch mit dem Gegentreffer in der 15. Minute startete die Borussia überhaupt nicht gut in dieses Spiel. Den ersten Treffer erzielte Andreas Hanche-Olsen, der den Ball nach einer Ecke ins Tor der Hausherren beförderte – 1:0 für Mainz.
Zwei Minuten später hätte es jedoch ausgeglichen sein können. Raphael Guerreiro wurde im Strafraum gefoult und Dortmund schoss den Strafstoß. Allerdings verwandelte Sebastian Haller den Elfmetervorteil nicht in Torfreude, Torwart Finn Dahmen rettete klasse.
Wie sich dieses Spiel entwickelt hätte, wenn Haller den Elfmeter verwandelt hätte, bleibt für alle Borussia-Fans leider eine große offene Frage.
Noch schlimmer wurde es für die Heimmannschaft in der 24. Minute. Eine schöne Flanke verwandelte Karim Onisiwo, der fast alleine vor Torwart Gregor Kobel stand und die Mainzer Führung auf 2:0 ausbaute. Aus Dortmunder Sicht hatte auch die Verletzung von Karim Adeyemi große Auswirkungen auf das Spiel.
Es war ein Star eines deutschen Großklubs, den Trainer Terzić in der 40. Minute auswechseln musste, und so kam Marco Reus ins Spiel. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde Julian Brandt zu Fall gebracht, aber Dahmen parierte erneut großartig.
Sogar Donyell Malen schaffte es nicht, die erste Halbzeit zu organisieren und schickte sein Projektil über den rechten Pfosten. Mit einem Tor in der zweiten Halbzeit erspielten sich die Gäste erneut sehr gute Möglichkeiten, belebten die Heimmannschaft aber trotz der Drei-Tore-Unterschiede nicht.
Spielstatistiken und Dominanz sind nicht alles
Allerdings stimmen die Spielergebnisse nicht einmal mit den Statistiken dieses Wettbewerbs überein. Immerhin hatte die Borussia nach der ersten Halbzeit 61 % Ballbesitz und insgesamt vierzehn Schussversuche. Mainz erzielte aus nur vier Schüssen zwei Tore.
In der zweiten Halbzeit verbesserte sich Dortmund zwar etwas, doch es dauerte nicht lange, bis sie ein Tor erzielten. Andererseits hätte Onisiwo in der 57. Minute seinen zweiten Treffer im Spiel erzielen können, traf aber nur das Holzwerk.
Mit einem Tor in der 60. Minute kamen auch die Dortmunder Spieler an den Pfosten, doch weder Haller noch Malen nutzten ihre Chancen. Erst in der 69. Minute gelang es Borussia, den Rückstand zu verringern, als ein wunderschöner Pass von Giovanni Reyna das Tor von Guerreiro erreichte.
Um sich den Titel zu sichern, müssen die Hausherren noch zwei Tore schießen, um nicht auf das Spiel der Bayern in Köln zurückblicken zu müssen. Doch in der 80. Minute waren die Borussen praktisch zehn Minuten vom Titel entfernt, als die Bayern in Köln ein 1:1-Unentschieden erzielten.
Doch für die Bayern erzielte Jamal Musiala in der 89. Minute den 2:1-Führungstreffer für sein Team. Er erzielte eines der wichtigsten Tore seiner Karriere. Darauf konnte Dortmund gar nicht genug reagieren.
Tore aus der regulären Spielzeit reichten nicht, die Bayern feierten den Titel
Mats Hummels und Reus nutzten ihre Chancen erst, als es den Hausherren in der zweiten Halbzeit zum vereinbarten Zeitpunkt zumindest gelang, den Ausgleich zu erzielen. Niklas Süle erzielte in der 96. Minute den Ausgleich. Nach dem Schlusspfiff herrschte große Enttäuschung im Signal Iduna Park, denn die Borussia stand vor einem Titelkampf.
Dortmund belegte zum zweiten Mal in Folge den zweiten Platz, mit dem Unterschied, dass man in der vergangenen Saison zwei Punkte weniger holte. 64 % Ballbesitz, insgesamt 30 Schussversuche, davon 12 zwischen den drei Pfosten. Die Gäste schossen im gesamten Spiel vier Mal auf Kobela und profitierten vor allem von der Pause. Endstand – 2:2.
Damit feiern die Bayern erneut den Titel, den elften in Folge. Beide Mannschaften erzielten in dieser Saison die gleiche Punktzahl, nämlich 71. Allerdings spielten sie gegeneinander aus und erzielten gegen Dortmund Tore.
Quelle: Bundesliga

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