Die Vereinigten Staaten sind weit voraus
Diese Choroplethen-Karte stellt in Milliarden Euro die Höhe der Hilfe für die Ukraine zum 20. November 2022 dar.
Länder, die der Ukraine Hilfe leisten
Länder, die nicht auf der Karte angezeigt werden
Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Geber, mit mehr als 47,82 Milliarden Euro, die seit Ende Januar 2022 erklärt wurden, darunter 22,9 Milliarden an Militärhilfe (47,9 % der Gesamtsumme). Die Länder der Europäischen Union haben bilaterale Hilfe (16,23 Milliarden Euro) und gemeinsame Hilfe aus EU-Mitteln (29,89 Milliarden Euro) angekündigt, dh insgesamt 46,12 Milliarden Euro.
Estland, der erste Beitragszahler, macht 1 % seines BIP aus
Absolut gesehen sind die reichsten Länder die großzügigsten. Bezieht man den Beitrag hingegen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des jeweiligen Geberlandes, ergibt sich eine andere Rangfolge. Die Vereinigten Staaten fielen auf den neunten Platz (0,23 % des BIP), hinter die benachbarte Ukraine oder befreundete ehemalige Sowjetrepubliken: Lettland war am großzügigsten, mit 1,1 % des BIP, das der Ukraine zugesagt wurde, gefolgt vom benachbarten Estland (0,93 %), Polen (0,5 %) und dann Norwegen (0,34 %). Frankreich ist mit 0,05 % seines BIP nach Angaben des Kieler Instituts erneut Zweiundzwanzigster.
Diese Daten weisen jedoch einige Einschränkungen auf. Private Zuwendungen kann das IfW nicht anrechnen, geschweige denn mittelbar staatliche Hilfen durch die Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen, des Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen oder gar der UNESCO.
Diese Zahlen berücksichtigen auch nicht die Aufnahme von Flüchtlingen, die ein wichtiges Unterfangen der an die Ukraine grenzenden Länder ist; Polen nahm 8,1 Millionen ukrainische Flüchtlinge auf, Rumänien etwas mehr als 1,6 Millionen..

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