Die deutsche Kriminalpolizei hat bisher keine Anzeichen dafür gefunden, dass Terrorismus oder ein fremdes Land hinter der deutschen Zugsabotage am Samstag steckt. Allerdings schloss er nicht aus, dass die Aktion einen politischen Hintergrund hatte. Am Sonntag meldete sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters das mit der Untersuchung des Falls beauftragte Landeskriminalamt Berlin.
Auf Facebook teilen
Auf LinkedIn teilen
Drucken
Kopieren Sie die URL-Adresse
Kurze Adresse
Nahe
Eisenbahnproblem nach mehr als zwei Stunden gelöst | Quelle: Reuters
Kabelsabotage legte am Samstagmorgen Züge in Norddeutschland lahm. Dies verursachte den Ausfall des digitalen Bahnfunksystems GSM-R, das für die Kommunikation zwischen den Zentralen, die den Bahnverkehr regeln, und den einzelnen Zügen verwendet wird. Das Problem war nach über zwei Stunden behoben.
Die Angst vor Angriffen auf wichtige deutsche Infrastrukturen hat infolge des Beginns der russischen Invasion in der Ukraine im Februar und der jüngsten Beschädigung der Nord Stream-Gaspipeline durch eine Explosion zugenommen.
Kabelsabotage hat heute Morgen Züge in Norddeutschland gestoppt. Die Fehlerbeseitigung dauerte mehr als zwei Stunden
Artikel lesen
Nach Angaben der Agentur dpa scheint es sich bei dem Vorfall bei der Deutschen Bahn um einen gezielten Angriff gehandelt zu haben. Sicherheitskreisen zufolge wurden Glasfaserkabel in Berlin und Nordrhein-Westfalen absichtlich manipuliert. Als Folge dieses Fehlers fiel auch das Backup-System aus, schrieb DPA.
„Die Tatsache, dass Angriffe auf kritische Infrastrukturen, die große Mengen interner Informationen erforderten, fast gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten in Deutschland stattfanden, zeigt eine Organisationsebene von Angreifern, die wir in dieser Form noch nicht kennen“, sagte der Leiter der Organisation. CDU/CSU-Bundestagsfraktion von Thorsten Frei.
Sicherheitsexperte Peter Neumann hält laut dpa-Angaben einen russischen Angriff auf kritische Infrastrukturen in Deutschland für möglich.
„Russland ist daran interessiert, Panik in Europa auszulösen“, sagte er. Er wies darauf hin, dass die Sabotage am Samstag viel Wissen erforderte. „Es stellt sich heraus, dass sie keine Amateure oder Einzeltäter sind. Es ist etwas, was Profis tun“, fügte er hinzu. Ihm zufolge gibt es jedoch noch keine eindeutigen Beweise.
Auf Facebook teilen
Auf LinkedIn teilen
Drucken
Kopieren Sie die URL-Adresse
Kurze Adresse
Nahe

„Analyst. Gamer. Freundlicher Entdecker. Unheilbarer Fernsehliebhaber. Twitter-Liebhaber. Social-Media-Wissenschaftler. Amateur-Web-Freak. Stolzer Zombie-Guru.“
