Deutschland überarbeitet Einwanderungs- und Einbürgerungsgesetze – EURACTIV.de

Die Bundesregierung hat eine Überarbeitung des Einwanderungs- und Einbürgerungsgesetzes angekündigt, um das Land in eine Einwanderungsgesellschaft zu verwandeln und mehr qualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten anzuziehen.

Die deutsche Koalition hat ihre Absicht deutlich gemacht, einen Paradigmenwechsel in der Einwanderungspolitik einzuleiten und Deutschland in ihrem Koalitionsvertrag als „Einwanderungsnation“ bezeichnet. Obwohl die Zahl der hochqualifizierten Zuwanderer in den letzten Jahren gestiegen ist, hat auch die Zahl der offenen Stellen in den Bundesrepubliken zugenommen.

„Deshalb müssen wir für bessere Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland sorgen. Und gleichzeitig brauchen wir auch Fachkräfte aus dem Ausland.“sagte Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag (28.11.).

Die Regierung plant, eine neue einzuführen „punkte System“ inspiriert vom kanadischen Einwanderungssystem. Dieses System ermöglicht es Menschen mit „gutes Potenzial“ ohne Jobangebot nach Deutschland einwandern. Das Kabinett von Herrn Scholz wird am Mittwoch ein zusammenfassendes Dokument zu diesem Thema verabschieden.

Änderungen werden auch im Staatsbürgerschaftsgesetz des Landes erwartet. In Deutschland geborene Kinder, deren Eltern seit mindestens fünf Jahren im Land leben, erhalten automatisch die Staatsbürgerschaft, die Anhäufung von Staatsangehörigkeiten wird erlaubt und die Aufenthaltsdauer bis zur Antragstellung verkürzt.

„Wer hier dauerhaft lebt und arbeitet, soll auch wählen können und gewählt werden. Sie müssen Teil unseres Landes werden mit allen sich daraus ergebenden Rechten und Pflichten, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit.unterstrich Herr Scholz.

In den letzten Jahren hat sich die demografische Situation in Deutschland durch verstärkte Zuwanderung stabilisiert. Während das Deutsche Amt für Statistik geschätzt 2014, dass die Bevölkerung Deutschlands bis 2040 um vier bis sieben Millionen Menschen schrumpfen wird Projektion aktuellen Schätzungen zufolge dürfte die Einwohnerzahl weitgehend gleich bleiben.

Senta Esser

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