Schweizer nicht-binärer Autor gewinnt Deutschen Buchpreis 2022

Die gebürtige Schweizerin Kim de l'Horizon erhält für sie ein Preisgeld von 25.000 Euro Kim de l’Horizon, die sich weder als Mann noch als Frau identifiziert, wurde für ihren Debütroman „Blutbuch“ ausgezeichnet, dessen Erzähler ebenfalls nicht-binär ist. Die Jury hob die „Kraft der literarischen Innovation“ hervor: Kim de l’Horizon erhält den Deutschen Buchpreis 2022 für den Roman „Blutbuch“. Die Entscheidung der Jury wurde am Montag (17.10.) auf einer Veranstaltung in Frankfurt bekannt gegeben. Der Preis wird für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres verliehen. Der Autor ist in der Schweiz geboren und identifiziert sich weder als Mann noch als Frau, ein Thema, das sich durch den Roman selbst zieht, der bei DuMont erschienen ist. „Mit ungeheurer Gestaltungsenergie suchen die nicht-binären Erzählfiguren aus Kim de l’Horizons Roman Blutbuch ihre eigene Sprache“, so die Jury. „Welche Erzählungen gibt es für Körper, die sich konventionellen Vorstellungen von Geschlecht widersetzen?“ Die Jury hob die sich ständig wandelnde Form des Romans hervor: „Jede Sprachschöpfung, von der lebendigen Vertonung bis zur probenhaften Erinnerung, offenbart die Dringlichkeit und Kraft literarischer Innovation, die die Jury anregt und inspiriert.“ Der Preispool beträgt 25.000 € (130.000 R$). Kim de l’Horizon selbst offenbart ihre Biographie bewusst undurchsichtig. Die Inhaltsangabe lautet: „born 2666“. Laut dem Deutschen Verlegerverband wurde De l’Horizon 1992 in der Nähe von Bern geboren, studierte Germanistik, Kino und Theater in Zürich und schrieb Literatur in Biel. Blutbuch, sein Erstlingswerk, wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet. De l’Horizon tritt nun mit fünf weiteren Finalisten an: Fatma Aydemir (Dschinns), Kristine Bilkau (Nebenan), Daniela Dröscher (Lügen über meine Mutter), Jan Factor (Trottel) und Eckhart Nickel (Spitzweg), die jeweils € erhalten 2500 (BRL 13.000). Die Jury hat 233 Werke analysiert, die von Oktober 2021 bis September 2022 erschienen sind. Der Deutsche Buchpreis wolle auf „die Vielschichtigkeit der Literatur in deutscher Sprache“ aufmerksam machen, sagte Karin Schmidt-Friderichs, Präsidentin des Deutschen Verlegerverbandes, der den Preis verliehen hat . „Eine Einladung, die eigenen Wahrnehmungsgrenzen zu erweitern. Bestenfalls aus unserer Filterblase auszubrechen, weiterzudenken, umzudenken und weiterzudenken.“ Die Verkündung des Deutschen Buchpreises markiert normalerweise den Auftakt der Frankfurter Buchmesse, die am Mittwoch beginnt. 2021 ist das Siegerstück Blaue Frau von Antje Ravik. bl/av (KNA,DPA)

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Anke Krämer

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