Deutschland verstärkt die Kontrolle an seinen Grenzen aufgrund von Migration. Mit der Tschechischen Republik werden sie zufällig | iRADIO

Die Bundestagsfraktion der CDU/CSU, größte Oppositionskraft im Bundestag, schlug wegen der komplexen Migrationssituation die Einführung von Grenzkontrollen zu Tschechien vor. Das hieß es laut dpa-Angaben in einem fraktionsintern diskutierten Vorschlag vom Dienstag. Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag sagte Deutschlands Innenministerin Nancy Faeserová, Berlin werde die dauerhafte Kontrolle der Grenze zu Tschechien noch nicht wiederherstellen.




Berlin/Prag

Auf Facebook teilen




Auf Twitter teilen


Auf LinkedIn teilen


Drucken



URL-Adresse kopieren




Adresse abgekürzt





Nah dran




Grenzkontrolle | Foto: René Volfik | Quelle: Tschechischer Rundfunk

Der Vorschlag enthält auch die Aufforderung an Deutschland, seine spezielle Migrationspolitik zu beenden und sich von allen Plänen zurückzuziehen, die die sogenannte illegale Migration fördern könnten.

Nach einem Treffen mit den Regionen zur Migrationssituation in Deutschland sagte Faeser, dass die Zahl der Asylanträge und illegalen Einreisen nach Deutschland erheblich gestiegen sei und daher Handlungsbedarf bestehe.


Grenzkontrollen sollten auf europäischer Ebene diskutiert werden, fordert die Slowakei. Tschechien respektiert den Schritt

Artikel lesen


„Wir werden unsere Kontrollen an der Grenze zu Österreich auch nach November um weitere sechs Monate verlängern. Diese Kontrollen sind notwendig, um unbefugten Zutritt zu verhindern. In den Grenzgebieten zu Tschechien führt die Bundespolizei intensive Stichprobenkontrollen durch“, sagte der Minister . Er fügte hinzu, dass er in engem Kontakt mit seinen Kollegen in Prag und Wien stehe.

Anfang September forderte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Heiko Teggatz, Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf, die dauerhaften Kontrollen an der Grenze zu Tschechien wieder einzuführen. Teggatz sagte damals, dies sei im Grunde die einzige Möglichkeit, die sich verschlechternde Migrationssituation umzukehren.

Balkanroute

Tschechien ist inzwischen zu einem Land geworden, in dem Migranten auf der Balkanroute ohne Papiere nach Deutschland strömen. Daher erneuerte Prag auch die vorübergehende Kontrolle an der Grenze zur Slowakei.

Die Migrationsrouten vom Balkan führen hauptsächlich über Österreich nach Deutschland. Aufgrund häufigerer Kontrollen an den österreichisch-deutschen und österreichisch-ungarischen Grenzen versuchen Migranten jedoch, über die Slowakei und Tschechien nach Deutschland zu gelangen. Daher stellte die Tschechische Republik vorübergehend die ständige Kontrolle der tschechisch-slowakischen Grenze wieder her.

Innenminister Vít Rakušan (STAN) sagte am Dienstag, diese Maßnahme könne an der deutsch-tschechischen Grenze nur mit Verzögerung greifen. „Als wir die Kontrolle wiedererlangten, hatten wir eine Reihe von Einwanderern in der Region. So lange dauert es, bis eine Maßnahme an einer Grenze wirksam wird und sich über das ganze Land bis zur Grenze auf der gegenüberliegenden Seite ausdehnt“, sagte er.


Die Tschechen werden die Grenzkontrollen zur Slowakei ausweiten. Bisher hat die Polizei 1.450 Migranten und 39 Menschenhändler gefunden

Artikel lesen


Nach Angaben des Österreichers habe sich die Lage an der deutsch-tschechischen Grenze beruhigt. „Wir haben Neuigkeiten, dass sich die Maßnahmen, mit denen wir an der slowakisch-tschechischen Grenze nicht ganz zufrieden sind, ausgezahlt haben“, sagte er. An der Grenze zu Deutschland sei die Zahl der festgenommenen Migranten am Montag gegen Null gegangen, sagte er. „Die Zahlen sind jetzt zufriedenstellend“, sagte er.

Die Bundesregierung will die Kontrolle an der Grenze zu Tschechien vorerst nicht wiederherstellen, deshalb setzt Bayern seit vergangenem Freitag auf eigene Verfahren. Dadurch werden stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Österreich verstärkt.

Beim Treffen der EU-Innenminister am Donnerstag und Freitag in Luxemburg wollte er mit Bundesminister Faeser über die Lage sprechen. Ihm zufolge wird die Migration das einzige Thema des Ministertreffens sein, für dessen Programm der tschechische Präsidialrat im Rat der Europäischen Union verantwortlich ist. „Ich wäre froh, wenn Deutschland sich nicht dafür entscheiden würde (Inspektion), ich würde ein klares Argument dafür liefern“, sagte der Österreicher.

Kritik von CDU/CSU

CDU/CSU kritisierten die deutsche Migrationspolitik im Vergleich zu anderen EU-Staaten als Sonderweg zu freundlich und offen. Die Anfänge dieses Ansatzes gehen auf das Jahr 2015 zurück, als die damalige konservative Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Höhepunkt der syrischen Migrationskrise die Grenzen für Flüchtlinge öffnete. Zufällig hat er dafür jetzt den berühmten Nansen-Preis des Büros des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) erhalten.

Konservative Gewerkschaften wollen nun, nach der Amtszeit von Kanzler-Sozialdemokrat Olaf Scholz, dass er sich unter anderem mit der Rückführung abgelehnter Migranten auseinandersetzt. Außerdem forderte er Berlin auf, den Druck auf Länder zu erhöhen, die mit ihrer Politik die illegale Einreise von Migranten nach Europa und insbesondere nach Deutschland unterstützen. Als Beispiel für ein solches Land nennen die Konservativen Serbien.

CTK

Auf Facebook teilen




Auf Twitter teilen


Auf LinkedIn teilen


Drucken



URL-Adresse kopieren




Adresse abgekürzt





Nah dran




Astor Kraus

"Analyst. Gamer. Freundlicher Entdecker. Unheilbarer Fernsehliebhaber. Twitter-Liebhaber. Social-Media-Wissenschaftler. Amateur-Web-Freak. Stolzer Zombie-Guru."

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert