Namibia gab am Donnerstag, den 27. Oktober 2022, bekannt, dass es Deutschland aufgefordert habe, die zwischen den beiden Regierungen vereinbarten Abkommen über den Völkermord an den Herero und Namas neu zu verhandeln.
Deutschland hat zugesagt, eine Milliarde Euro an Hilfe zu zahlen, nachdem es 2021 zugegeben hatte, in Namibia während der Kolonialzeit zwischen 1884 und 1915 einen Völkermord begangen zu haben. Doch diese Hilfe ist zunehmend in den Mittelpunkt der Kontroversen geraten.
Namibia fordert daher erhebliche Reparationen als Entschädigung für den Völkermord. Etwas, was die Nachkommen der Hereros und Namas fragen, die beiden Stämme, die besorgt sind über diesen Völkermord, der mehr als 70.000 Opfer forderte.
Die in den vergangenen dreißig Jahren zugesagten Milliardenbeträge seien in Form von Entwicklungshilfe geleistet worden: in „Anerkennung des großen Leids, das den Opfern widerfahren ist“ und zur Unterstützung von „Wiederaufbau und Entwicklung“, so Berlin.
Aber nachdem sie diesen kleinen Gefallen, den sie sogar als „Beleidigung“ bezeichneten, bewertet hatten, machten die Nachkommen von Hereros und Namas, die in dieser Forderung von der politischen Opposition stark unterstützt wurden, weiter Druck.
Alles, was im Parlament von Namibia für Diskussionen sorgt, insbesondere wenn es darum geht, diesen Vertrag zu ratifizieren.
Dies zwang Namibia und Deutschland, die die Diskussionen daher wieder aufleben ließen. Die Behörden von Windhoek machten den neuen Vorschlag im vergangenen Juli und warten auf eine Antwort aus Berlin. Die ganze Frage ist, ob das Wort „Reparationen“ im Entwurf des neuen Abkommens enthalten sein wird.
Von Wakat Sera
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